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Main Taunus Kurier

Erstrahlen: Auf Tiere ist Verlass - Rutengänger warnte in der Hofheimer
Stadthalle vor Elektrosmog und Federkernmatratzen
Hofheim (tem). Fast jeder der 30 Besucher möchte mal. Und Thomas
Bunke freut sich. Er drückt den Besuchern eine Wünschelrute
in die Hände. Bereitwillig leistet er Hilfestellung: "Gehen
Sie nicht so schnell" oder "Erst die Übung macht den Meister",
besänftigt er, wenn sich nichts tut. Als Rutengänger lernt man
eben erst mit der Zeit, die eigene Reaktion richtig einzuschätzen
und seiner Intuition zu vertrauen. Davon ist der Bau- und Elektrobiologe
überzeugt, der dem Verein der Rutengänger angehört und
in der Hofheimer Stadthalle zum Thema "Erdstrahlen und Elektrosmog
als Krankheitsursache?" referierte.
"Ein Mensch, der 30 Jahre alt ist, hat schon 10 Jahre seines Lebens
verschlafen" so Thomas Bunke, und da sei es bedauernswert, wenn in
den verschlafenen Stunden der menschliche Organismus keine neue Kraft
tanken könne. Früher, meint der Rutengänger, wäre
die Erholung im Schlaf aufgrund der geringeren Umwelteinflüsse nachweislich
besser gewesen. Ein Versuch an Ratten habe gezeigt, dass die Gruppe "die
während des Einschlafens gestört wurde, Tumore bekam und ihr
Immunsystem zusammenbrach". Staunen im Saal. Aber, was hindert uns
Menschen am Ein- und Durchschlafen?
Darauf weiß der geprüfte Rutengänger eine Antwort. "Erdstrahlen
und
Elektrosmog" seien die Übeltäter. Elektrosmog sei einwandfrei
nachweisbar mit technischen Messgeräten, überzeugt Thomas Bunke
seine Zuhörer. Er trete in verschiedenen Arten auf. Da gibt es hochfrequente
Wellen (in der Nähe von Bahnlinien oder sobald ein Kabel unter Spannung
steht). Auch Radiowecker produzieren solche Wellen.
Einfach und sinnvolle Tipps zur Elektrosmogreduzierung und -vermeidung
gibts auf einem Handzettel, zum Beispiel Verwendung geerdeter Elektrogeräte,
über Nacht ausgeschaltete Sicherungen und der Verzicht auf Federkernmatratzen.
Die Federkerne wirkten wie Antennen und würden sich magnetostatisch
aufladen, erläuterte der Rutengänger seinem Publikum.
"Um Erdstrahlung zu orten, braucht der Rutengänger eine Fiberglas-Rute",
so Bunke. Mit deren Hilfe könne er verschiedene Arten der Strahlung
(Wasseradern, Gesteinsbrüche, -verwerfungen, Globalgitter, Curry-Netze)
aufspüren, im Fachjargon "muten".
"Kaiser Yu war im Jahre 147 bereits mit einer Wünschelrute ausgestattet,
um Erddämonen zu vertreiben", klärt der staatlich geprüfte
Elektrotechniker die anwesenden Laien auf. Auch auf Tiere sei Verlass.
"Katze, Kaninchen und alle Insekten bevorzugen strahlenreiche Stellen.
Dort, wo Storch, Hund, Schaf und Schwein
sich aufhalten, ist es meist störungsfrei" stellt der Referent
fest.
Laut Thomas Bunke ist es dem Rutengänger bei Besuch eines Schlafraumes
möglich, Krankheiten und Schlafverhalten des Besitzers aufgrund der
gemuteten Lage von Erdstrahlen mitzuteilen. "Deshalb arbeiten auch
in Hofheim bereits Ärzte und Heilpraktiker mit Rutengängern
zusammen", stellt Thomas Bunke fest.
(Bildunterschrift: Der geprüfte Rutengänger Thomas Bunke ortet
Erdstrahlen mit Fiberglas)
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