staatl. gepr. Elektrotechniker & Rutengänger
Baubiologische Messtechnik & Umweltanalytik
Schimmelpilzberatung & Messung Luftschadstoffe

Büro Rhein-Main: Thomas Bunke
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Thomas Bunke
Thomas Bunke

Forschung zum Thema Elektrosmog:

File link icon für Appell der Ärzte gegen Mobilfunkstrahlung.pdf Appell der Ärzte gegen Mobilfunkstrahlung PDF (100 KB)

Biologische Effekte elektromagnetischer Felder
2. Internationaler Workshop - Rhodos, Griechenland 2002

Europäisches Parlaments zum Thema Elektrosmog
Veröffentlichung des Europäischen Parlaments zum Thema Elektrosmog

Beschwerden durch Radarstrahlung am Züricher Flughafen
Anwohner klagen unter massiven Beschwerden durch Radarstrahlung am Züricher Flughafen

Freude am Senken:
BMW Group erlässt drastisch reduzierten Strahlungsgrenzwert

"Da geht's hin - wir machen das"
Vodafone sucht Konsens / Experten widerlegen "Märchen vom harmlosen Mobilfunk"

Bestätigt:
Magnetfelder können Gehirnzellen schädigen Niederfrequente elektromagnetische Felder verursachen DNA-Brüche

Forschung - Veröffentlichung des Europäischen Parlaments zum Thema Elektrosmog:

Veröffentlichung des Europäischen Parlaments zum Thema Elektrosmog:

"Funkwellen und ihre destruktiven Begleiter..."

"Nach dem Vorbeugeprinzip sind die Behörden verpflichtet, die Bürger vor den potentiell schädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder zu schützen." So die Einleitung zu einem Bericht über "Elektromagnetische Felder und Gesundheit" der Wissenschafts-Generaldirektion STOA, einer Kommission, die zur Abschätzung von Technikfolgen vom Europäischen Parlament eingesetzt wurde, veröffentlicht im Februar 2001. Hier einige Auszüge aus diesem Themenpapier.

Zum Thema Schädigung durch Elektrosmog kommentieren die Wissenschaftler unter anderem: "Die Zellen lebender Organismen weisen eine natürliche elektrische Ladung auf, die für ein normales Funktionieren menschlicher Gewebe unerlässlich ist und bereits auf sehr schwache elektromagnetische Felder anspricht." Hierdurch können Moleküle verlagert und beschädigt werden und Kettenreaktionen auf molekularer Ebene passieren. Die elektrische Stabilität des Organismus würde verändert und die Polarisation der Zellen beeinträchtigt. Diese daraus resultierende Disharmonie könne unter anderem zu weiteren Abweichungen der hormonellen Aktivität führen und „das Verhalten von Krebszellen verändern.“

Nach einer Aufzählung verschiedener Elektrosmogemittenten unseres Alltags kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss: "Die Hauptquellen sind Mobiltelefone und Basisstationen, die eine hochfrequente Strahlung aussenden."

Am schadenauslösenden Mechanismus seien freie Radikale beteiligt, welche "Eiweiße und Zellmembranen beschädigen, Gene und DNA verstümmeln und den Spiegel von Antioxidationshormonen wie Melatonin senken." Ausserdem würden enzymatische und biochemische Prozesse beeinträchtigt, und es sei erwiesen, dass sich die Histaminfreisetzung unter Einwirkung von Funkstrahlung verdoppelt.

"Funkwellen und ihre destruktiven Begleiter, die freien Radikale, bringen den Kalziumspiegel durcheinander, und zwar vor allem im Zentralnervensystem, im Gehirn und im Herzen."Das wirke sich auf das Zellwachstum, die Zellreproduktion und -teilung aus und auf die Signalübermittlung zwischen dem äusseren Teil der Zelle und dem Zellkern im Innern.

Zum Thema Mobilfunk-Basisstationen: "Die Exposition erfolgt unfreiwillig... Die wissenschaftlichen Informationen zu den gesundheitlichen Risiken sind unzureichend... Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Technologie eine gefürchtete
Krankheit wie Krebs verursachen kann."

Zum Thema Hochspannungstrassen wird wegen der Bedenken eines erhöhten Krebsrisikos erwähnt, dass "solche Leitungen Ladungsträger erzeugen, die sich an in der Luft vorhandene Schadstoffpartikel binden."So komme der Mensch in Kontakt mit den hier konzentrierten schädlichen Substanzen, z. B. Auspuffgasen.

Zum Thema Selbstschutz wird die kumulative Wirkung von elektromagnetischen Feldern angesprochen. Der Körper könne einer bestimmten Strahlungsmenge standhalten. Weitere Belastungen, beispielsweise durch Funkeinflüsse, Hochspannungsleitungen oder geopathische Einwirkungen wie Wasseradern, könnten "dass Fass jedoch zum Überlaufen bringen."

Jede toxische Quelle stelle eine zusätzliche Belastung dar, die den Körper destabilisiert. "Nichts lässt sich ausschlissen. Daher dürfen wir nichts unversucht lassen, um die Gesamtbelastung zu reduzieren und zugleich die Vitalität und das Immunsystem des Körpers zu verbessern."

Massnahmen zum eigenen Schutz: "Die Benutzung von schnurlosen und Mobiltelefonen einschränken... Sich nur dann in die Nähe des Mikrowellenherdes begeben, wenn dies erforderlich ist... Kinder nicht zu dicht vor den Fernseher oder Bildschirm... Nicht in dem Teil Hauses schlafen, der unter Freileitungen, Funkstrahlen usw. liegt... Geräte meiden, die auf Funkstrahlen angewiesen sind oder Strahlung jeglicher Art aussenden... Bei Elektrogeräten den Stecker aus der Steckdose ziehen, wenn sie nicht in Betrieb sind."

Weitere Massnahmen zur Senkung des Risikos von Handytelefonierern: "Benutzen Sie Mobiltelefone nur, wenn kein Festnetztelefon in der Nähe ist... Ziehen Sie den Einbau einer Autofreisprechanlage in Betracht... Benutzen Sie ein Handy nach Möglichkeit im Freien, damit es mit geringerer Leistung senden kann... Schränken Sie die Zahl und Dauer Ihrer Anrufe ein."

Die Autoren zur Macht der Information mit Beispielen, wie die Industrie wichtige Forschungsergebnisse zurückhält und ihren Einfluss auf die Politik ausübt: "Wie die Debatten um Tabak, BSE und die globale Erwärmung zeigen, ist die Wirtschaft nicht geneigt, Erkenntnisse der Wissenschaft tatenlos hinzunehmen, wenn sie an die Gewinne gehen. Was sich in der Bilanz gut ausmacht, ist nicht immer auch der Volksgesundheit zuträglich."


Autoren:
Prof. Dr. Federico Brucciani
Dr. Graham Chambers
Weitere Information:
STOA, Europäisches Parlament
L-2929 Luxembourg
Komplettes Original im Internet:
www.europarl.eu.int

Auszüge zusammengestellt von:
W. Maes, Baubiologe und Journalist
Entnommen aus der Zeitschrift
Wohnung + Gesundheit, Frühjahr 2003